200 Jahre eigenständig: Kai Richter – Structuring the Space


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200 Jahre eigenständig: Kai Richter – Structuring the Space

Der Düsseldorfer Bildhauer Kai Richter arbeitet mit sogenannten Bauhilfsmitteln, also mit Schalbrettern, den gelben Doka-Brettern, mit Gerüststangen, mit Holzbohlen, wie sie für Baustellen typisch sind. Dazu kommen Gipskartonplatten oder Beton. „Es geht … nicht um den Bau an sich, sondern vielmehr um den Prozess des Bauens. Ein feiner, aber enorm wichtiger Unterschied. Und das (Auf-)Bauen einer Gesellschaft, einer neuen Weltordnung, ist und bleibt ein Prozess, der nicht vollendet werden kann.“(Kurator Gérard A. Goodrow in einem Text über Kai Richter). Der kleinste allgemeine Nenner für seine Arbeiten wäre, die Baustelle als Motiv zu nehmen. Richter ist kein Konstruktivist, aber er steht dem Konstruktivismus nahe. Der größte Nenner wäre, dass die Skulpturen humanistisch geprägt sind nach dem Motto: Ich baue, also bin ich. Er ist kein Künstler mit einer sozialen Botschaft à la Beuys, aber er weist hin auf das Auf-, Weiter- und Umbauen der Gesellschaft, an dem die Kunst maßgeblich beteiligt ist. Eine „Stadterhebung“ der anderen Art.