“Nicht sehen trennt den Men­schen von den Din­gen und nicht hören trennt den Men­schen von den Men­schen!” – Imma­nu­el Kant
Wir waren zu Gast bei Fili­al­lei­te­rin Gabrie­le Tomann vom Hör­spec­trum Fied­ler in Sta­deln und haben “Nach­ge­fragt!”

Rund um Fürth: Stell Dich bit­te zum Inter­view beginn ein­mal kurz und knapp vor!
Gabrie­le: Ich bin Gabrie­le Tomann, 55 Jah­re und Hör­akus­tik-Meis­te­rin. Ich habe mei­ne Aus­bil­dung in Nürn­berg gemacht, danach mei­nen Meis­ter gemacht und meh­re­re Sta­tio­nen im Berufs­le­ben durch­lau­fen. Ich bin bereits seit 1985 in die­sem Beruf tätig. Seit sechs Jah­ren bin ich nun beim Hör­spec­trum Fied­ler und seit es die Filia­le in Sta­deln gibt dort Filialleiterin.

Rund um Fürth: Was macht für Dich den Beruf als Hör­ge­rä­te­a­kus­ti­ker span­nend oder besonders?
Gabrie­le: Für mich machen die Men­schen den Beruf beson­ders, mit denen man zu tun hat. Jeder Mensch hat ein indi­vi­du­el­les Hör­pro­blem, es ist immer anders und man lernt die Men­schen auch wirk­lich ein. Dadurch kann man auch sehr gut auf die Men­schen und die indi­vi­du­el­le Hör­ge­rä­te­ver­sor­gung ein­ge­gan­gen wer­den. Was natür­lich sehr span­nend ist, ist die rasend schnel­le Ent­wick­lung der Tech­nik. Da muss man schon immer am Ball bleiben.

Rund um Fürth: War Hörgeräteakustiker:in schon immer Dein Traumberuf?
Gabrie­le: Nein, eigent­lich nicht. In mei­ner Genera­ti­on war es noch gang und gäbe, dass man etwas lernt und nicht direkt stu­diert, auch wenn man ein Abitur hat. Ich fand den Beruf der Logo­pä­din sehr span­nend, dort hat man aber extrem schwer einen Aus­bil­dungs­platz bekom­men. Über die Logo­pä­die bin ich zur Akus­tik gekom­men und habe mich dann für eine Aus­bil­dung als Hör­ge­rä­te­a­kus­ti­ke­rin ent­schie­den. Ich habe in mei­nem (dann) Aus­bil­dungs­be­trieb Pro­be gear­bei­tet und fand das Team so super, dass ich nichts mehr ande­res machen woll­te. Ich bin sozu­sa­gen über Umwe­ge zu mei­nem Traum­be­ruf gekommen.

Das Hör­spec­trum Fied­ler ist der ein­zi­ge inha­ber­ge­führ­te Meis­ter­be­trieb in Fürth für gutes Hören! Akus­tik­meis­ter André Fied­ler und sein Akus­ti­ker — Team sind Dein Ansprech­part­ner rund um das The­ma Hören, Hör­ge­rä­te, Hör­trai­ning und Gehör­schutz. Soll­test Du oder ein Anheg­hö­ri­ger Hör­pro­ble­me fest­stel­len, dann zöger nicht und komm zum kos­ten­lo­sen Hörtest!
André Fied­ler und sein Team bera­ten Dich rund um das The­ma Hören und beglei­ten Dich wei­ter auf Dei­nem “Hör­weg”.

Rund um Fürth: Wie war die Aus­bil­dung zur Hörgeräteakustiker:in für Dich?
Gabrie­le: In mei­ner Aus­bil­dung habe ich neue oder schwe­re Din­ge so lan­ge gemacht, bis ich es konn­te. Ein biss­chen lear­ning by doing. Wir muss­ten schnel­ler selbst­stän­dig arbei­ten und im Betrieb in den Beruf hin­ein­wach­sen. Die Tech­nik war damals deut­lich über­schau­ba­rer und die Schu­le ver­lief aut­ark und selbst­stän­dig neben­her. Der Block­un­ter­richt der Berufs­schu­le war auch damals schon in Lübeck. Aller­dings gab es damals nur ein Wohn­haus und mitt­ler­wei­le sind es sechs Wohn­un­ter­künf­te für die Aus­zu­bil­den­den. Das ist heu­te ein biss­chen anders. Da wer­den die Azu­bis mehr an die Hand genom­men und von Anfang bis Ende begleitet.

Hörspectrum-Fiedler-Stadeln

Rund um Fürth: Wel­che Vor­aus­set­zun­gen sind in Dei­nen auch wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen, um ein guter Hörgeräteakuster:in zu werden?
Gabrie­le: Man soll­te sich in Wort und Schrift gut aus­drü­cken kön­nen und natür­lich Freu­de am Umgang mit Men­schen haben. Ein biss­chen Empa­thie scha­det da auch nicht. Außder­dem soll­te ein gewis­ses Inter­es­se für Tech­nik da sein, aber hier haben die jun­gen Leu­te einen wirk­li­chen Vorteil.

Rund um Fürth: Mit wel­chen drei Wor­ten wür­dest Du das Hör­spec­trum Fied­ler beschreiben?
Gabrie­le: Fair, weil Kun­den und Mit­ar­bei­ter wert­ge­schätzt wer­den. Zukunfts­ori­en­tiert, weil unser Chef immer mit der Zeit geht und auch oft dem Zeit­geist ein klei­nes biss­chen vor­aus. Fami­li­är, weil man als Kun­de nicht nur eine Num­mer ist, son­dern eine Per­sön­lich­keit und weil das Team und vor allem unser Chef nicht nur den Kun­den hilft, son­dern auch den Bürger:innen und der Stadt hilft und sich engagiert.

Rund um Fürth: Wenn Du einen Wunsch für 2022 frei­hast: Wel­cher wäre das?
Gabrie­le: Ich hof­fe für mich ein­fach, dass wir wei­ter geschäft­lich eine gute Zukunft haben und die Her­aus­for­de­run­gen alle wei­ter­hin erfolg­reich stem­men können.