Das Kaf­fee­haus SAMOCCA ist ein Ort zum Wohl­füh­len, der Raum zur Ent­span­nung sowie zur Begeg­nung bie­tet. Wir waren im SAMOCCA zu Gast und haben Kaf­fee­haus­lei­te­rin Mic Clar interviewt!

Rund um Fürth: Stell Dich bit­te zum Inter­view beginn ein­mal kurz und knapp vor!
Mic: Ich bin Mic Clar, Heil­päd­ago­gin und Kaf­fee­haus­lei­te­rin beim SAMOCCA und bereits seit über 30 Jah­ren bei der Lebens­hil­fe tätig. Seit 2015 habe ich das Café SAMOCCA mit aufgebaut.

Rund um Fürth: Was darf im SAMOCCA — Kühl­schrank nie­mals fehlen?
Mic: Auf jeden Fall alle Zuta­ten für unse­re belieb­ten Früh­stü­cke und unse­re Flamm­ku­chen und dann natür­lich noch unse­re Kuchen an sich.

Rund um Fürth: Wel­che Eigen­schaft schätzt Du an Men­schen am meisten?
Mic: Am meis­ten schät­ze ich Tole­ranz und Empa­thie. Hier für die Arbeit im SAMOCCA schät­ze ich Geduld und die Lei­den­schaft sich zu ent­wi­ckeln. An Humor darf es den Men­schen aber natür­lich auch nicht fehlen.

Samocca

 

Rund um Fürth: Wie bist Du dazu gekom­men für das SAMOCCA zu arbeiten?
Mic: Ich bin ja schon sehr lan­ge bei der Lebens­hil­fe tätig. Der Wunsch war dann einen Dienst­leis­tungs­be­reich zu eröff­nen, wor­aus das SAMOCCA ent­stan­den ist. Wir haben dann Beschäf­tig­te gesucht und geschult, die genau hier arbei­ten wol­len. So ist es dann gekom­men, dass ich das SAMOCCA mit auf­ge­baut habe und hier tätig bin. Ich bin auch nach wie vor noch sehr davon begeis­tert, ein Kon­zept zu haben, wel­ches Men­schen mit Han­di­cap noch mehr in die Gesell­schaft integriert.

SAMOCCA Fürth ist ein Pro­jekt der Dam­ba­cher Werk­stät­ten gGmbH, einer Ein­rich­tung der Lebens­hil­fe Fürth e.V., die Werk­statt­ar­beits­plät­ze für ca. 280 Men­schen mit Behin­de­rung bie­tet und auf eine über 50-jäh­ri­ge Geschich­te zurück­bli­cken kann. Im SAMOCCA arbei­ten 18 Men­schen mit Han­di­cap und 7 bis 8 Men­schen ohne Han­di­cap. Ab dem 30.08.2021 ist das Kaf­fee­haus, eben­so wie der Markt­stand, immer von 10Uhr bis 17Uhr geöff­net. Mit Anmel­dung kannst Du im SAMOCCA Fürth auch klei­ne­re Ver­an­stal­tun­gen oder Fes­te feiern!

Rund um Fürth: Wie wür­dest Du das SAMOCCA mit 3 Wor­ten beschreiben?
Mic: Hier habe ich auch mit unse­ren Mit­ar­bei­tern gespro­chen, denn ich bin ja nicht das SAMOCCA, son­dern wir alle ste­hen für das SAMOCCA. Wir haben uns für gro­ße Fami­lie, Freund­schaft und Zusam­men­halt ent­schie­den. Das spie­gelt das SAMOCCA am bes­ten wider.

Samocca-Fürth

 

Rund um Fürth: Wenn das SAMOCCA ein Mas­kott­chen hät­te, wel­ches wäre das?
Mic: Ein Hund. Alle hier lie­ben Hun­de. Es hat zwar nicht wirk­lich was mit Kaf­fee zu tun, aber unser Mas­kott­chen wäre den­noch ein Hund.

Rund um Fürth: Wel­che Vor­tei­le hat das Kon­zept des SAMOCCA?
Mic: Neben dem wich­ti­gen Gedan­ken der Inklu­si­on, fin­det man bei uns vor allem eine gechill­te Kaf­fee­haus­at­mo­sphä­re, in der man sich sehr gut ent­span­nen und auch mal ent­schleu­ni­gen kann. Außer­dem ist unser Per­so­nal sehr char­mant und freund­lich und alle arbei­ten mit Leidenschaft.

Rund um Fürth: Was wünschst Du Dir in Bezug auf Chan­cen­gleich­heit für Men­schen mit kör­per­li­chen und/oder geis­ti­gen Ein­schrän­kun­gen für die Zukunft in der Gesellschaft?
Mic: Als Ers­tes wün­sche ich mir einen respekt­vol­len und tole­ran­ten Umgang mit­ein­an­der. Ganz als Visio­nä­rin gedacht, wür­de ich mir wün­schen, dass Gleich­be­rech­ti­gung und Chan­cen­gleich­heit auch für Men­schen mit Han­di­cap erreicht wird.