17. Inter­na­tio­na­les Klez­mer Fes­ti­val Fürth: 06.–15.03.2020

Mot­to: “Alles TÖFTE?”

Sehr geehr­tes Publi­kum, lie­be Klez­mer­fans und alle, die es wer­den wol­len,
über 400 Jah­re lang war Fürth Hei­mat einer der größ­ten jüdi­schen Gemein­den Süd­deutsch­lands. Im Natio­nal­so­zia­lis­mus flüch­te­ten über 3000 jüdi­sche Für­ther/-innen oder wur­den ermor­det. Inzwi­schen ist in Deutsch­land jüdi­sches Leben wie­der prä­sent und auch in Fürth hat sich eine Gemein­de eta­bliert. Anti­se­mi­tis­mus und Ras­sis­mus waren nie weg und neh­men aktu­ell in unse­rer Gesell­schaft lei­der wie­der zu. Wir fra­gen mit der 17. Aus­ga­be des Inter­na­tio­na­len Klez­mer Fes­ti­vals, die unter dem Mot­to „Alles töf­te!?” steht, ob wirk­lich alles „toll“ ist. Außer Zwei­fel steht, dass die Musi­ker/-innen, die die­ses Fes­ti­val bele­ben, wirk­lich tol­le Musik machen. Sie tra­gen dazu bei, dass jüdi­sche Musik und jüdi­sche Kul­tur leben, sie ent­wi­ckeln die Klez­mer­mu­sik per­ma­nent wei­ter, sind offen für Neu­es, gehen Ver­bin­dun­gen ein mit ver­schie­dens­ten Musik­sti­len und Kul­tu­ren. Aber wir reden auch „Tache­les!“, indem wir den Rap­per Ben Salo­mo in einer Lesung aus sei­nem Buch „Ben Salo­mo bedeu­tet Sohn des Frie­dens“ zu Wort kom­men las­sen. Wie kein ande­rer aus der Sze­ne warnt er vor der Macht anti­se­mi­ti­scher und aus­gren­zen­der Strö­mun­gen im Deutsch-Rap, die gro­ßen Ein­fluss vor allem auf Jugend­li­che haben. Wir laden Sie ein, in Kon­zer­ten, Füh­run­gen, Lesun­gen, Kino­fil­men die Viel­falt jüdi­schen Lebens ken­nen­zu­ler­nen und in den Work­shops, beim Boarisch-Jid­di­schen Danzl-Hoyz und in den unbe­stuhl­ten Kon­zer­ten MITEINANDER zu musi­zie­ren und zu tan­zen.
Wir freu­en uns auf Sie!
Ger­ti Köhn, Fes­ti­val­lei­te­rin

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: www.klezmer-festival.de